Was ist eine Schleimbeutelentzündung?



Unser Körper besitzt an diversen Stellen, welche einem starkem Druck bzw. einer erhöhten Belastung ausgesetzt sind spezielle Hohlräume mit einer Pufferfunktion. In der Regel decken sie markante Knochenvorsprünge ab, wie z.B. die Kniescheibe, lagern sich zwischen Sehnen und knöchernen Strukturen oder liegen zwischen Bändern und knöchernen Strukturen. Diese Hohlräume in denen eine Schleimbeutelentzündung entstehen kann, werden aus einer äußeren Schicht dem Stratum fibrosum und einer inneneren Schicht, dem Stratum synoviale abgegrenzt. Das Stratum fibrosum dient als bindegewebige Schutzschicht, wobei das Stratum synoviale die Synovia, also die Schleimbeutelflüssigkeit bildet.

Die Synovia besteht größtenteils aus Wasser, Glucose, Proteinen, Fettbestandteilen und Hyaluronsäure. Sie dient somit einerseits der Ernährung in Gelenknähe und andererseits der Stoßdämpferfunktion. Durch eine zu starke Beanspruchung, Infektionen oder traumatischen Verletzungen kann es nun zu einer Entzündung dieser Strukturen kommen, welche dann Bursitis bzw. Schleimbeutelentzündung genannt wird. Die betroffene Struktur schmerzt stark und die Synovialflüssigkeit nimmt im Verlaufe der Schleimbeutelentzündung stark zu, was man von außen deutlich als Erguss tasten kann. Des Weiteren ist eine Erwärmung der betroffenen Region zu vernehmen. Eine solche Entzündung kann entweder chronisch oder akut auftreten. Der chronische Verlauf ist in der Regel bedingt durch Infektionen oder irreparable Schädigungen der empfindlichen Strukturen nach einer Verletzung.

Eine Infektion kann direkt vor Ort durch Kontakt mit dem Erreger entstehen oder aber auch über den Blutweg zum Schleimbeutel gelangen. Prädestiniert für solche Infektionen ist das Mycobacterium tuberculosis ( Tuberkulose),oder die Gonokokken ( Tripper). Auch als Folge von Gicht, rheumatischen Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen kann eine Schleimbeutelentzündung, kurz Bursitis, entstehen. Die akute Form, welche durchaus häufiger zu finden ist, ist sehr schmerzhaft und oft Folge einer erhöhten Beanspruchung. Beispielsweise klagt der Fliesenleger über Schmerzen der Kniescheibe oder der Tennisspieler über plötzlich auftretende Schmerzen in der Schulter. Diese Form klingt in der Regel bei Ruhigstellung innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab. Sollten die Beschwerden jedoch langfristig bestehen, ist es angebracht einen Arzt zu konsultieren.




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