Behandlung einer Schleimbeutelentzündung



Grundsätzlich gibt es für die Behandlung einer Schleimbeutelentzündung zwei verschiedene Therapieansätze. Zur Auswahl stehen die  konservative Behandlung mittels Pharmazeutika und unter Umständen ausgewählter Physiotherapie oder aber der operative Eingriff zur Entfernung des entzündeten Schleimbeutels. Die Behandlung und Therapie von Schleimbeutelentzündungen sind selbstverständlich abhängig von der Art und Ausdehnung dieser. An erster Stelle beider Therapieverfahren steht die Ruhigstellung des betroffenen Gelenkes verbunden mit einer Kühlung.

Medikamentös werden bestimmte Schmerzmittel aus dem Hause der Antirheumatika, wie z.B. Ibuprofen oder Diclofenac verabreicht, welche einerseits die Schmerzen eindämpfen, indem sie Auswirkungen auf die Entzündungsreaktion haben, andererseits aber auch für die Resorption der Synovia verantwortlich sind und somit der Schwellung entgegenwirken. Bei einer durch Bakterien verursachte Schleimbeutelentzündung kann auch ein Antibiotikum gereicht werden. Unter physiotherapeutischer Leitung ist eine Ultraschallanwendung zu empfehlen, welche über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen durchgeführt werden sollte. Der Ultraschall bewirkt eine Wärmeerzeugung direkt am Schleimbeutel, verbunden mit einer Anregung der Synoviaresorption.

Bei einer operativen Behandlung wird unter Lokalanästhesie der Schleimbeutel freigelegt und entfernt. Das Gebiet wird mit einer Drainage versorgt und in der Regel verschlossen. Lag dem Operateur eine eitrige Schleimbeutelentzündung vor, so kann dieser sich entschließen das Operationsgebiet für einen bestimmten Zeitraum noch offen zu lassen, um den Status der Entzündung und eventuelle Infektionen besser unter Kontrolle zu haben. Nach der Operation erfolgt eine mehrtägige Ruhigstellung in einem festen Verband. Sowie die operative Behandlung als auch die konservative Behandlung haben ihre Nebenwirkungen. Durch die Ruhigstellung der betroffenen Strukturen kann es einerseits zu Verklebungen des Bindegewebes und des Bandapparates kommen, andererseits kann es zu Verkürzung von Muskulatur und Bändern kommen.

Besteht eine Ruhigstellung über einen längeren Zeitraum kann es durchaus auch zu Atrophien (Abbau) der Muskulatur kommen. Bei älteren Patienten oder solchen, die unter einer Stoffwechselerkrankung leiden besteht des Weiteren eine Thrombosegefahr durch den Bewegungsmangel. Die Risiken bzw. Nachteile der operativen Behandlung der Schleimbeutelentzündung sind auf die allgemeinen Operationsrisiken beschränkt. Es besteht die Gefahr einer erneuten Infektion durch Bakterien, welche sich im Wundgebiet ansammeln. Darüber hinaus kann es zu einer Nahtinsuffizienz kommen, welches auch eine Infektion mit sich bringen kann.




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